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Grundschule im Aischbach wird zur Weltethos-Schule ernannt

Mit dem Titel Weltethos-Schule zeichnet die gleichnamige Stiftung aus Tübingen Schulen aus, die die Weltethos-Idee im Schulalltag verankern. Die Aischbach-Grundschule in Tübingen wurde als zweite Grundschule in Baden-Württemberg zu einer solchen Weltethos-Schule ernannt - und das wurde natürlich gefeiert.

Hey, Hello, Bonjour – mit internationalen Begrüßungen empfingen die Kinder der Grundschule am Aischbach Tübingen am Dienstagmorgen die Gäste. Dass die Begrüßung der Kinder singend und umfassend ausfiel, geschah nicht ohne Grund: die Begrüßung und Verabschiedung – also Hallo und Tschüss – gehört zum aktuellen Quartalsmotto der Grundschüler. Nur ein Baustein, der zur Werterziehung in der Aischbach-Grundschule dient.

Orientierung am Weltethos-Gedanken von Hans Küng

Es ist die zweite Grundschule in Baden-Württemberg, die die Weltethos-Auszeichnung erhalten hat.

„Man muss sich natürlich an den Prinzipien und Werten des Weltethos-Gedanken orientieren, die Hans Küng ja mal vor Jahren verfasst hat", erklärt Rektor Claus Sieghörtner. „Da geht es um eine Werterziehung, die vielleicht auch ganz viele Schulen so auch machen, aber man gibt sich da einen Namen, man hat ein Dach für alle seine Aktionen, die man da so macht und da muss man sich als Schulgemeinschaft in vielerlei Hinsicht bemühen und ein Demokratieverständnis erzeugen und viele soziale Aspekte miteinbringen", ergänzt Sieghörtner.

"Demokraten fallen nicht vom Himmel"

Denn: Demokraten fallen nicht vom Himmel. Je früher eine Werteerziehung geschieht, desto besser. Diese Meinung teilt auch Julia Willke von der Weltethos-Stiftung Tübingen.

„Ja, das Problem mit den Werten ist, dass sie oft als selbstverständlich erachtet werden. Und wir wissen das ja alle: Wenn wir etwas für selbstverständlich erachten, dann pflegen wir es nicht mehr. Und dann geht es irgendwann unter und dann wundern sich plötzlich alle und fragen sich: Wo sind unsere Werte hin und warum behandeln sich alle so schlecht?", so Willke.

Die Schülerinnen und Schüler präsentierten in kleinen Vorträgen, Theater-Einlagen und mit Musik, welche Projekte sie an ihrer Schule verfolgen, um den Weltethos-Gedanken zu leben.

„Es geht ja auch um ganz einfache Gesten: sich zu grüßen, „Hallo" zu sagen. Und einfach respektvoll miteinander umzugehen und zu lernen: Wie schlichtet man einen Streit?", fasst Bürgermeisterin Dr. Daniela Harsch zusammen.

Die goldene Regel

Als guter Anhaltspunkt dient da auch die goldene Regel: Was du nicht willst, was man dir tut, das füg auch keinem anderen zu, erklären die Kinder auf der Bühne. Die Schüler lernen außerdem wie „bissige" Wörter durch „nette" Wörter ersetzt werden können und üben sich darin, anderen 5 Minuten lang etwas Nettes zu sagen.

Für den Leiter des staatlichen Schulamtes in Tübingen Roland Hocker, sollte es noch mehr solcher Institutionen geben, an denen sich Schulen orientieren können.

Unterstützung durch Netzwerke

„Wir müssen schauen, dass wir solche Dächer wie die Weltethos-Stiftung für die Schulen finden. Damit haben die Kinder, die Eltern, eine tolle Orientierung, eine Unterstützung durch die Netzwerke. Da wird viel Ehrenamt auch mit reinfließen, aber es ist auch klar, Kinder müssen das von Anfang an einüben", erklärt Hocker.

Gerade in Zeiten wie diesen, sei die Rückbesinnung auf Werte und Prinzipien von enormer Bedeutung – da sind sich die Anwesenden sicher.

(Zuletzt geändert: Mittwoch, 21.12.22 - 15:10 Uhr   -   1282 mal angesehen)
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