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Pfullingen/Unterhausen:

Auf den Spuren der Regionalstadtbahn

Die Regionalstadtbahn ist eines der Großprojekte im Land, das in naher Zukunft geplant ist. Ein Teil der Strecke soll zwischen Pfullingen und Unterhausen verlaufen. Dort fand am letzten Freitag eine öffentliche Wanderung statt, die am Streckenabschnitt entlang führte. Mit dabei war auch Landesverkehrsminister Winfried Hermann, der sich den Fragen der Bürger stellte.

Es ist das große Projekt in der Region – der Bau der Regionalstadtbahn. Bei einer Wanderung auf der geplanten Strecke kam sogar Verkehrsminister Hermann, um sich selbst ein Bild zu machen. Ziel der Regionalstadtbahn sei es, vor allem die Ortschaften in der Region besser anzubinden. Auch von kleineren Orten aus sollen Städte wie Tübingen, Reutlingen oder Balingen schneller erreicht werden.

"Wir haben wirklich alles im Blick. Wir wollen mit der Bahn Orte erschließen, die Radwegsituation verbessern und Zustiegsmöglichkeiten durch neue Haltestellen schaffen. Die Orte, die nicht direkt an der Trasse liegen, werden wir auch erschließen", so Verkehrsminister Hermann.

Das soll zum Beispiel durch Parkplätze an den Haltestellen möglich werden. Außerdem seien die Haltestellen barrierefrei, sodass sie auf allen Wegen erreichbar sind.

Die Bahn, die hier zukünftig fahren soll, bringt eine Besonderheit mit sich: "Sie ist ein Mischprodukt. Es wird eine Bahn sein, die sowohl auf Straßenbahnschienen als auch auf normalen Gleisen fahren kann. Also ein Zweisystemfahrzeug, wie man es aus Karlsruhe kennt. Es wird aber nach dem Straßenbahnrecht geplant", so Hermann.

Der Vorteil davon: Bei einer Straßenbahn gebe es weniger Vorschriften als bei einer normalen Eisenbahn. Die Straßenbahn könne zu Fuß überquert werden und müsse im Gegensatz zu Eisenbahnschienen nicht durch Schranken getrennt werden. Dadurch bleibe man in der Umgebung mobiler und die Anbindung sei einfacher.

Die Echaztal-Strecke, die unter anderem von Pfullingen nach Unterhausen verläuft, sei Studien zufolge für den Bau der Bahnschienen sehr gut geeignet. Dennoch gibt es einige Stellen, an denen Änderungen vorgenommen werden müssen.

"Der Radweg wird vermutlich zu großen Teilen wieder als Bahntrasse genutzt, wodurch natürlich ein separater neuer Radweg geplant werden muss. Aber der Radweg fällt nicht einfach weg, wenn er mit Schienen überbaut wird. Er wird selbstverständlich an anderer Stelle wieder errichtet", so der Verkehrsminister.

Auch Bäume, die eventuell gefällt werden müssen, sollen an anderer Stelle nachgepflanzt werden. Teilweise könne die Bahn aber auch auf der Straße fahren.

Die endgültigen Pläne sind noch nicht fertig. Die genauen Standorte der Haltestellen stehen zum Beispiel noch nicht fest. Um hierfür geeignete Plätze zu finden, soll es weitere Gesprächsrunden mit den Anwohnern geben.

"Wir werden noch Bürgerbeteiligungen durchführen und ich persönlich werde noch eine weitere Wanderung anbieten – vielleicht auch mit E-Bikes, denn nach Engstingen fährt es sich ja sehr gut. Wir wollen testen, inwieweit Radwege, Straßenbahn und Wanderwege parallel laufen können", so Cindy Holmberg, Landtagsabgeordnete der Grünen im Wahlkreis Hechingen-Münsingen.

Der ursprüngliche Zeitplan für den Bau der Bahn könne aber nicht mehr eingehalten werden. Denn Krisen wie der Krieg in der Ukraine und die Corona-Pandemie haben sich auf die Arbeiten ausgewirkt. Die Folgen: Lieferschwierigkeiten und Verzögerungen auf den Baustellen. Bis alle Pläne und Arbeiten abgeschlossen sind, ist also noch ein wenig Geduld gefragt.

(Zuletzt geändert: Samstag, 14.01.23 - 15:20 Uhr   -   739 mal angesehen)
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