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Reutlingen:

Stadt durchbricht Marke von 500.000 Ökopunkten

Wenn in einer Stadt gebaut wird, muss die Kommune den Eingriff in die Natur wieder ausgleichen, zum Beispiel durch das Anlegen eines Biotops. Neuerdings können diese Maßnahmen einfacher koordiniert werden. Ökokonto nennt sich das System, das auch in Reutlingen seit einiger Zeit genutzt wird. Was ein Ökokonto ist und wie es genutzt wird, darüber hat die Stadtverwaltung nun gesprochen.

Wie ein Sparbuch für Städte funktioniert das Ökokonto – ein Prinzip, das seit 2021 auch von der Stadt Reutlingen bei Baumaßnahmen genutzt wird.

Denn laut Regel muss immer ein Ausgleich geschaffen werden, wenn eine Stadt durch den Bau von Gebäuden in die Natur eingreift. Das soll mit einem Ökokonto deutlich schneller gehen.

Marcus Haas, Landschaftsplaner bei der Stadt, äußerte sich dazu folgendermaßen: "Das Ökokonto ist dafür da die Bauleitplanung, bzw. die laufenden Bauplanverfahren zu beschleunigen und freiwillig vorgezogene Ausgleichsmaßnahmen auf der Gemarkung Reutlingen zu realisieren."

Diese könnten dann den Bebauungsplänen zugeordnet werden. Bereits während in die Natur eingegriffen wird, können auf diese Weise Ausgleichsmaßnahmen – wie zum Beispiel das Anlegen von Streuobstwiesen – geplant werden.

Es können sogar Maßnahmen bewertet werden, die erst später als Ausgleich für Bauvorhaben dienen. Man kann damit also in Vorleistung gehen.

Auf dem Konto werden sogenannte Biotopwertpunkte registriert. Diese Währung zeigt, wie viel Lebensraum durch eine Maßnahme erhalten oder geschützt wird.

Biotopwertpunkte oder auch Ökopunkte seien die einheitliche Währung in Baden-Württemberg, so Haas. Man erreiche für die Differenz zwischen Ausgangszustand und Zielzustand einer Fläche Punkte.

Pro Quadratmeter erhält man dann eine bestimmte Anzahl an Ökopunkten. Ende des vergangenen Jahres hat die Stadt Reutlingen die Schallmauer von 500.000 Ökopunkten durchbrochen. Von Seiten der Stadt zeigt man sich mit dieser Variante sehr zufrieden.

"Es ist zwar keine Sache die wir erfunden haben, mittlerweile haben viele Städte und Gemeinden ein solches Konto, aber wir tun es auch und es hilft, Biotope zu fördern und aufzuwerten und es hilft, bauplanungsrechtliche Verfahren zu beschleunigen" so Oberbürgermeister Thomas Keck.

Doch auch die Art der Aufwertung reguliert die Punktzahl. Auf Reutlingen bezogen bedeutet das, dass zum Beispiel der „Hutewald" an der Achalm zurückgeführt wurde, wofür man 40.000 Ökopunkte erhalten hatte.

Auch mit der Förderung des Bergkronwicken-Widderchens, einer Nachtfalterart, war man bereits erfolgreich. Dafür hatte man ein Habitat im Stadtbezirk Gönningen verbessert.

(Zuletzt geändert: Freitag, 20.01.23 - 16:26 Uhr   -   598 mal angesehen)
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