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Gegen Rückstände im Wasser: Spatenstich zu 4. Reinigungsstufe in Kläranlage

Bevor das Abwasser aus Toilette, Waschbecken und Spüle in die Flüsse geleitet werden kann, muss es durch eine Kläranlage. Die meisten Kläranlagen haben drei Reinigungsstufen: Zuerst Reinigungsstufe 1, die mechanische Abwasserreinigung. Sie reinigt das Wasser von Feststoffen und Schlamm. Reinigungsstufe 2 ist die biologische Abwasserreinigung, also die Reinigung durch Kleinstlebewesen. Diese befreien das Wasser zum Beispiel von Schwermetallen. Reinigungsstufe 3 ist die weitergehende Abwasserreinigung. Hier werden Stickstoff und Phosphor aus dem Wasser entfernt. In der Kläranlage Balingen soll jetzt eine weitere, vierte Reinigungsstufe dazu kommen. Am heutigen Mittwoch war Spatenstich.

Für die Kläranlage Balingen und den Zweckverband Abwasserreinigung Balingen war es ein historischer Tag. Die Kläranlage bekommt eine vierte Reinigungsstufe. Warum diese nötig ist und was damit erreicht werden soll, erklärte Regierungspräsident Klaus Tappeser anlässlich des Spatenstichs: "Unsere Kläranlagen mit Stufe 1,2,3 sind nicht in der Lage, Rückstände von Arzneimitteln oder von chemischen Reinigungsmitteln, die im Haushalt benutzt werden, rauszufiltern", so Tappeser.

Da das Wasser dann aber in die Flüsse geleitet wird, heißt das: Diese Rückstände sind in der Umwelt. Reinigungsstufe 4 soll das verhindern. Mit Hilfe von Ozon und einem nachgeschalteten Sandfilter sollen die Rückstände aus dem Wasser genommen werden. Zwei Klärbecken werden umgebaut, ein Pumpwerk neu errichtet.

"Es ist wirklich ein richtiges Großprojekt für die Region, und uns ist es das wert, auch der Bürgerschaft, denke ich, ist es das wert, zu wissen, sie bekommen nachher wirklich ein noch saubereres Wasser", sagte Oberbürgermeister Dirk Abel. "Die Umwelt wird hier mit berücksichtigt."

11 Millionen Euro soll das Ganze kosten, davon der erste Bauabschnitt 3,3 Millionen Euro. Der Großteil davon wird durch Abwassergebühren finanziert, aber 1,1 Millionen Euro kommen als Zuschuss vom Land. Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut: "Das Land hat natürlich großes Interesse daran, dass investiert wird in neue Technologien, in umweltfreundliche, nachhaltige Technologien, und das wird mit dieser vierten Reinigungsstufe erreicht, und deshalb gibt das Land 1,1 Millionen Euro, damit dieser Ausbau jetzt auch stattfinden kann."

Zusätzlich investieren die Städte Geislingen und Rosenfeld zusammen 15 Millionen Euro in ihre Kläranlagen. Alles in allem wird es noch bis 2030 dauern, bis das Großprojekt fertig ist.

(Zuletzt geändert: Mittwoch, 07.02.24 - 15:41 Uhr   -   1020 mal angesehen)
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