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Das Biosphärengebiet in die Stadt holen

Ein Erlebnis für alle Sinne soll sie werden: die Reutlinger Biosphären-Markt- und Manufakturhalle. Anders als in gewöhnlichen Markthallen soll hier nicht nur verkauft, sondern auch direkt vor Ort produziert werden: Ob regionale Köstlichkeiten oder Kunsthandwerk: Hier treffen kreative Hersteller direkt auf ihre Kunden. Noch ist das ganze Zukunftsmusik. Doch bei einer Bürger-Informationsveranstaltung, dem Innenstadtdialog, konnten sich Interessierte am Donnerstag-Abend schon mal ein Bild von der Makt- und Manufakturenhalle machen - und zwar direkt vor Ort in der Metzgerstraße 59.

Die Speisen, die beim Innenstadtdialog gereicht wurden, gaben schon mal einen Vorgeschmack auf das, was die künftigen Besucher der Reutlinger Biosphären-Markt- und Manufakturhalle erwartet: Genusserlebnisse, handgemacht aus regionalen Rohstoffen, live produziert von Manufakturen vor Ort.

Das spricht viele an, und dementsprechend groß war das Interesse beim Innenstadtdialog. Für Oberbürgermeister Thomas Keck ist die geplante Halle ein „wertvoller Mosaikstein" dafür, als Stadt den Biosphärengedanken auch zu leben. "Und wir erhoffen uns hier so eine Art Katalysator, der sich dann fortpflanzt. Oder der hilft, den Gedanken fortzupflanzen. Nicht nur in der Metzgerstraße, sondern quer durch die Stadt", so Oberbürgermeister Thomas Keck.

Das sieht auch Mitinitiator Reiner App so. Für ihn ist die Biosphären-Markt-und-Manufakturhalle Teil einer Zukunftsvision für die Innenstadt. Hier soll ein Biosphärenquartier entstehen. "Ein grünes Quartier, das man durch grüne Bögen betritt mit Wasser, mit hoher Aufenthaltsqualität, mit Veranstaltungen, regionalen Produkten und vor allem auch mit inhabergeführten Geschäften statt großen Ketten", so App.

Die Markt- und Manufakturhalle also als Leuchtturm zur Belebung der Innenstadt. Dass es funktionieren kann, zeigte Christian Skrodzki, der in Leutkirch im Allgäu ein ähnliches Projekt aufgezogen hat. "Ich habe mit 976 anderen Bürgern aus Nah und Fern eine alte Brauerei wiederbelebt als Allgäuer Genussmanufaktur, da sind 16 verschiedene verschiedene Genuss- und Kunsthandwerker drin von der Brauerei, Kaffeerösterei, Goldschmiede, Handweberei, Alphornakademie, das ein unglaublicher Erfolgsprojekt, die Bürger sind total stolz darauf", sagte Skrodzki.

Damit das auch in Reutlingen gelingt, brauchen die Initiatoren Bürgerkapital. Denn ähnlich wie eine Volksbank soll auch die Markt- und Manufakturhalle genossenschaftlich organisiert sein. Bürger können also Anteile kaufen und Genusspaten werden.

Oberbürgermeister Thomas Keck: "Wir setzen auch darauf, dass es eine Eigendynamik entwickelt, die Leute sehen: Wow! Das ist was Tolles, sie kommen, und es wird positive Folgeprojekte geben. Darauf setzen wir stark."

Mit der Metzgerstraße 59 wurde ein geeignetes Gebäude für die Manufaktur gefunden. Unterstützung kommt im Rahmen des Förderprogramms „Zukunftsfähige Innenstädte und Zentren" auch vom Bund. Noch in diesem Jahr soll die Biosphären-Markt- und Manufakturhalle eröffnen.

(Zuletzt geändert: Freitag, 01.03.24 - 15:11 Uhr   -   964 mal angesehen)
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