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Zerstörungen und Tote:

DRK unterstützt Erdbebenhilfe in Afghanistan

Mehrere Erdbeben haben seit dem 7. Oktober den Westen Afghanistans erschüttert. Zuletzt erschütterte am Morgen des 10. Oktobers ein Beben der Stärke 6,3 die Region. Insbesondere die Region um Herat ist stark betroffen. Die Folgen für die Menschen vor Ort sind massiv, zumal die humanitäre Lage schon zuvor verheerend war.
DRK

Es wird mit mehreren Tausend Todesopfern gerechnet. Viele Häuser sind zerstört, die Infrastruktur ist beschädigt. „Der Bedarf an humanitärer Hilfe ist enorm", sagt der Generalsekretär des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), Christian Reuter. „Wir stehen an der Seite der betroffenen Menschen und stimmen Unterstützungsmöglichkeiten fortlaufend mit unserer Schwestergesellschaft vor Ort, dem Afghanischen Roten Halbmond, und der Internationalen Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung ab."

Nach Angaben der Behörden wurden durch mehrere Erdbeben in den vergangenen Tagen mindestens 2.400 Menschen getötet. Viele Tausend Menschen wurden verletzt und zahlreiche Häuser zerstört oder beschädigt. Erst in den kommenden Tagen wird sich wegen der vielerorts unzugänglichen Lage ein klareres Bild ergeben.

Der Afghanische Rote Halbmond (ARH) ist seit den ersten Erdbeben im Einsatz. Er hat alle verfügbaren Kapazitäten in der Region Herat und auch aus benachbarten Provinzen mobilisiert, um Soforthilfe für die betroffenen Familien zu leisten. Hierzu gehört neben der medizinischen Versorgung auch die Versorgung mit Nahrungsmitteln und essenziellen Hilfsgütern wie Decken und Hygieneartikeln. Aktuell laufen Erhebungen, um die Schadenslage und ihre mittel- und langfristigen Folgen für die Menschen besser zu überblicken, sodass Hilfsmaßnahmen daran angepasst werden und bedarfsgerecht geleistet werden können.

Das DRK hat in der Vergangenheit immer wieder eng mit dem ARH zusammengearbeitet. Als am 21. Juni 2022 ein schweres Erdbeben den Südosten Afghanistans erschütterte, unterstützte das DRK die Betroffenen mit dringend benötigten Nahrungsmitteln und Hilfsgütern.

„Nach einer solchen Katastrophe geht es in einem ersten Schritt darum, den Menschen dringend benötigte Soforthilfe zukommen zu lassen. Angesichts des Ausmaßes der Zerstörung werden die Menschen vor Ort auch langfristig Hilfe benötigen", sagt Reuter. Schließlich treffen die Beben ein Land, das sich schon zuvor in einer angespannten humanitären Lage befand. Fast 29 Millionen Menschen waren bereits vor den Erschütterungen dringend auf Hilfe angewiesen.

„Trotz aller anderen Krisen und Katastrophen, die uns in den letzten Wochen und Monaten beschäftigt haben, gilt: Wir dürfen und werden die Menschen in Afghanistan nicht vergessen", so Reuter.

Das DRK bittet um Spenden für die Betroffenen:
IBAN: DE63370205000005023307
BIC: BFSWDE33XXX
Stichwort: Nothilfe Afghanistan

oder unter drk.de/spende

(Zuletzt geändert: Mittwoch, 11.10.23 - 16:06 Uhr   -   2106 mal angesehen)
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