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20 Jahre Weihnachtscircus: So lief die Premiere

20 Jahre Reutlinger Weihnachtscircus: Dieses Jubiläum war für die Zirkusfamilie Sperlich Anlass, dieses Jahr noch einen drauf zu setzen. Und sie stellte eine Show zusammen, die die bisherigen Weihnachtscircusse in den Schatten stellen sollte. Nach den begeisterten Reaktionen zahlreicher Zuschauer ist das auch gelungen. Am Donnerstagabend war Premiere - in einer Show, die traditionell mit unserem Sender RTF.1 verknüpft ist. Denn hier kommen Kunden, Mitarbeiter, Zuschauer und Menschen, über die wir berichten, zusammen.

Zu Beginn der Show begrüßten RTF.1-Chef Stefan Klarner und RTF.1-Moderator Roland Steck das Premierenpublikum. Dann hieß es: "Oh, this is the greatest show!" Der Name des Songs ist Programm für den 20. Reutlinger Weihnachtscircus. Zum Jubiläum hat die Zirkusfamilie Sperlich sich einige Leckerbissen für Zirkusfans einfallen lassen und renommierte Artisten aus zahlreichen Ländern nach Reutlingen geholt. Ein Highlight jagt das nächste, und die einzelnen Nummern lassen die Zuschauer nur noch staunen.

Der CDU-Bundestagsabgeordnete Michael Donth sagte: "Sie hat mir nicht gefallen, ich bin total begeistert. So muss man das sagen. Gefallen ist viel zu wenig. Also, lauter tolle Nummern und auch solche, wo ich sagen muss: Habe ich so noch nie gesehen. Also, ich bin begeistert!"

Bei so vielen spektakulären und innovativen Nummern fiel es da vielen Premierengästen schwer, überhaupt eine Lieblingsnummer zu finden. Das Programm war nämlich umfangreich und äußert vielfältig. "Es gab eigentlich nur Highlights", sagte IHK-Präsident Christian O. Erbe. "Also, es war ein Highlight nach dem anderen und so abwechslungsreich, also ich bin total begeistert."

 

Merova erfüllt sich ihren Kindheitstraum

Bei all der Abwechslung gab es aber eine Nummer aus der ersten Hälfte, die besonders Eindruck machte: Die Dame mit dem Tuch: So beispielsweise beim Hechinger Bürgermeister Philipp Hahn: "Mein Highlight war die Nummer mit der Tänzerin mit den Tüchern wie sie an den Tüchern durch die ganze Manege geschwebt ist, das war schon sehr beeindruckend, wie sie das geschafft hat."

"Vor allem die Tuchdame hat mich wirklich sehr begeistert, und da werden wirklich Mädchenträume wahr", sagte die Grünen-Landtagsabgeordnete Cindy Holmberg.

Die Tuchartistin ist Merova, und sie hat sich mit ihrer Akrobatiknummer einen Kindheitstraum erfüllt: Im Zirkus auftreten und dann mit einer so spektakulären Nummer. Nur mit dem Kopf hält sie sich hoch oben in der Zirkuskuppel am Tuch fest.

 

Männer, die auf Flumis reiten

Der Bundestagsabgeordnete Michael Donth sagte: "Die Nummer mit dem Tuch war gigantisch, aber auch die Nummer mit diesen hüpfenden Reifen. Weil das eigentlich eine ganz tolle Idee ist mit diesen Reifen, und das war so einmalig, ich bin hin und weg noch."

Das gab es in dieser Form noch nie: Die Nummer „Sprungreiten": Fünf Männer aus Moldawien hüpfen auf großen Flumis, also Luftreifen, durch die Manege und zeigen dabei Salti und andere Kunststücke. Das beeindruckte auch den FDP-Europaabgeordneten Andreas Glück.

 

Riskant und gefährlich: die Russische Schaukel

Doch Glück konnte sich auch für etwas anderes begeistern: "Die Schaukel am Schluss, das schießt natürlich den Vogel ab, das ist hervorragend." 

Die Schaukel am Schluss, das ist die Russische Schaukel. In der Zirkusbranche gilt sie als riskant und äußerst gefährlich. Kein Wunder, bei diesen hohen und weiten Sprüngen mit mehrfachen Salti von der Schaukel auf eine Matte.

 

Stockwerk für Stockwerk in den Korb

Aber auch andere Nummern kamen beim Premierenpublikum gut an. Handwerkspräsident Harald Herrmann sagte; "Das Highlight war das mit den Stangen und den Bällen. Das fand ich phänomenal. Also, es war alles gut, aber das hat mich besonders fasziniert."

Was Harald Herrmann meint, ist Antipoden-Künstlerin Irena: Sie balanciert eine Stange mit einem Korb an der Spitze mit den Füßen. An dieser Stange lässt sie einen Ball - Stockwerk für Stockwerk - immer weiter nach oben wandern, bis in den Korb an der Spitze.

Für Regierungspräsident Klaus Tappeser gab es ein besonderes Highlight. Er durfte zusammen mit Comedian Michael Cadima sein komödiantisches Talent unter Beweis stellen. "Ich durfte mal vor acht Jahren, als ich das erste Mal hier sein durfte, dufte ich so ne ähnliche Geschichte schon mal machen, und ich glaube, Politikerinnen und Politiker müssen auch da in der Manege sich auskennen", sagte Tappeser in der Pause.

 

Die Highlights für die Veranstalter

Auch zwei der Veranstalter Michael und Peter Sperlich haben wir nach den persönlichen Highlights gefragt. Die Antworten sind unterschiedlich. Michael Sperlich sagte: "Ein persönliches Highlight ist sehr schwierig, weil alles sehr starke Nummern sind, aber unser Nicolas, der 16-jährige Jongleur, der hat es mir schon angetan, also, den schaut man sich wirklich mit Freude an."

Kaum zu glauben, dass Nicolas Lagron aus Tschechien erst sechzehn Jahre alt ist. Mit scheinbarer Leichtigkeit prellt er die Bälle auf den Boden. Da den Überblick zu behalten, fällt schon beim Zuschauen schwer.

Und Peter Sperlich sagte: "Aber was eigentlich mein persönliches Highlight ist, ist der Oleg Izzossimov mit der Handstandnummer, weil das ist eine Leistung, die ist nicht so spektakuär, weil da kommt kein dreifacher Salto vor, aber die Perfektion, und gerade wenn du ihn auch erlebst in den Probetagen, er ist einfach nur, einfach der Wahnsinn."

Handstandequilibristik nennt sich das artistische Genre, in dem Oleg Izossimov unterwegs ist, und er schafft es seinen ganzen Körper nur auf einer Hand zu balancieren – und das mit graziler Leichtigkeit, eine sehr poetische Nummer.

 

Tiere in der Manege

In einem Reutlinger Weihnachtscircus dürfen auch Tiere nicht fehlen. Auf Löwe, Elefant und Co. wird hier aber verzichtet. Dafür gibt es Papageien mit einer eigenen Show von und mit Rafaela Honden.

Doch ein Highlight vor allem für Kinder sind die weißen Hunde, die ebenfalls Rafaela Honden durch die Manege führt. Im Publikum ist des öfteren ein entzücktes „Ach, sind die süß" zu hören. Die Nummer wurde zweitausend-siebzehn als Best Circus Act ausgezeichnet.

 

Besucher sind begeistert

Das alles sind nur einige Highlights von vielen. Das Publikum in der Halbzeitpause und nach der Show zeigt sich begeistert. Der Rottenburger Oberbürgermeister Stephan Neher sagte zu den Nummern, die sich hoch oben in der Zirkuskuppel abspielen: "Da muss man ja schon den Atem anhalten, wenn man das so sieht, mit welchem Risiko und welcher Eleganz das gemacht wird."

Dem FDP-Bundestagsabgeordneten Pascal Kober hat vor allem der Clown mit seinem "kleinen Humor" gefallen. "Ein ganz toller Abend", sagte er. Und der CDU-Landtagsabgeordnete Manuel Hailfinger bemerkte: "Als Vorsitzender vom Sportlkreis ganget da einem richtig die Augen auf, wenn man das sieht, was hier auch sportlich dargeboten wird."

Johannes Schwörer, Geschäftsführer von SchwörerHaus sagte; "Wahnsinn, also, ich bin immer wieder erstaunt, was der menschliche Körper und was die Artisten alles können, bin hin und weg."

 

Es gibt noch Karten

Wer sich also alle diese Nummern hautnahe und live anschauen möchte, der hat die kommenden Tage dazu noch Gelegenheit. Denn obwohl der Vorverkauf gut lief, gibt es wegen des größeren Zeltes noch genug Karten. "Voll sind wir noch nicht ganz", sagte Michael Sperlich, "Aber es gibt noch für alle Tage Plätze außer am Heiligen Abend und am 1. Januar."

Noch bis zum 7. Januar gibt es jeden Tag außer Heilig Abend auf dem Parkplatz Kreuzeiche zwei Vorstellungen.

(Zuletzt geändert: Montag, 25.12.23 - 22:02 Uhr   -   3587 mal angesehen)
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