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Staatssekretärin Andrea Lindlohr auf Denkmalreise

Ein - Zitat - „ganz besonderer Höhepunkt“ im Jahr startete am Montag für die Mitglieder des Ministeriums für Landesentwicklung und Wohnen um Staatssekretärin Andrea Lindlohr. Die jährliche Denkmalreise quer durch Baden-Württemberg soll aber mehr sein als eine Sommertour. Die Denkmäler selbst sollen in den Vordergrund gerückt werden. Am Montag stand die Tübinger Siedlung Schafbrühl auf dem Programm.

Großer Auflauf herrschte am Montagabend in den Innenhöfen des Tübinger Schafbrühl. Nicht nur Regierungspräsident Klaus Tappeser sondern auch etliche Anwohner der Siedlung waren gekommen, um der Delegation ihr Zuhause zu zeigen.

Es ist eine Art Gegenentwurf zu einer Hochhaussiedlung. Natürliche Baumaterialien, viel Grün und geteilte Innenhöfe waren Aspekte gewesen, die bei der Entstehung Mitte der 80er eine Rolle gespielt hatten. Ein Vorbild bis heute, findet Oberbürgermeister Boris Palmer.

"Der Schafbrühl ist ein Bauprojekt, das in vorbildhafter Weise vor über 40 Jahren gezeigt hat, wie ökologisches Denken sich auch im Wohnen realisieren lässt. Mit dörflich strukturierten Innenhöfen, mit sehr viel Grün und trotzdem mit höher städtischer Dichte, viel Holz und wertvollen wertigen Materialien im ganzen Gebäude. Von daher zurecht ein Ensemble, das seit einigen Jahren auch Denkmalschutz genießt" so der OB.

2018 genau genommen war die Siedlung unter Denkmalschutz gestellt worden. Viel hat sich hier seit der Errichtung 1985 nicht verändert, nur das Nötigste soll saniert werden. Den Bewohnern gefällt der Schafbrühl nach wie vor, so der Eindruck. Und auch für weitere Siedlungen in Tübingen wie dem französischen Viertel war dieser bereits Vorbild gewesen.

"Und auch jüngere Entwicklungsprojekte – Güterbahnhof, Queck-Areal, Egeria – sind nach diesen Ideen entwickelt worden. Nur leider hat der ganze Rest von Deutschland die Ideen, die hier realisiert wurden, in der Zwischenzeit vergessen gehabt. Es kommt aber wieder. Und ich glaube deswegen lohnt es sich, hierher zu kommen und sich anzuschauen wie es aussieht, auch wenn es 40 Jahre alt geworden ist" so Palmer.

Neben der Siedlung selbst durfte deshalb auch ein Blick in die Gebäude und auf die gesamte Siedlung von oben nicht fehlen. Andrea Lindlohr zeigte sich vor allem vom Quartiersgedanken angetan: "Und dass wir bzw. die, die das hier geplant und gebaut haben hier im Schafbrühl geschafft haben – z.B. ziemlich hohe Dichten, viele Menschen zusammen, nicht so viel Flächenverbrauch, nicht so viel Ressourcenverbrauch – mit einer Lebendigkeit und einer Gemeinschaft zusammenzubringen, das brauchen wir insgesamt jetzt auch" sagte sie.

Deshalb nahm die Staatssekretärin die gewonnen Eindrücke auch als Vorbild mit. Denn neben dem ökologischen Aspekt könne auch das Bauen mit bezahlbaren Ressourcen dabei helfen, zum Beispiel wieder mehr bezahlbaren Wohnraum zu schaffen.

(Zuletzt geändert: Dienstag, 09.09.25 - 16:02 Uhr   -   1513 mal angesehen)
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