Reutlingen:
Wie sieht die Achalmstadt im Jahr 2039 aus?
2039 soll in Reutlingen und den Echazgemeinden Lichtenstein, Pfullingen, Wannweil, Kirchentellinsfurt und Eningen die Bundesgartenschau über die Bühne gehen. Für die Bewerbung hat sich die Stadt das Exklusivrecht gesichert und auch wenn die Zusage dafür noch nicht final auf dem Tisch liegt, laufen die Planungen bereits. Die bisherigen Ergebnisse sind seit Mittwochabend in den Rathäusern der beteiligten Kommunen ausgestellt.
Zuversichtlich und motiviert zeigt sich Stadtentwickler Stefan Dvorak, wenn es um die BUGA im Echaztal geht. Ob des großen Andrangs bei der Ausstellungseröffnung durch Oberbürgermeister Thomas Keck wohl nicht ganz unbegründet.
Vieles soll sich bis dahin in Reutlingen tun. Von Veränderungen im Bürgerpark bis hin zum ZOB. Reutlingen soll vor allem grüner werden.
Aber auch bestehende Grünflächen wie die Pomologie sollen genutzt werden. Diese war für die letzte Landesgartenschau in Reutlingen 1984 mit dem Volkspark zusammen gewachsen.
"Es wird eine ganz tolle Region sein, in die sie dann als Besucher kommen und es wird ein ganz toller Auftakt sein. Es wird märchenhaft am Schloss Lichtenstein beginnen, wo wir das Thema Märchen letztendlich auch als BUGA-Thema genommen haben" so Dvorak.
Bis nach Kirchentellinsfurt sollen sich die Attraktionen ziehen, wo die Mündung von Echaz und Neckar einmal den Abschluss der BUGA bilden soll.
"Da gilt es einmal, die Neckaraue weiter zu entwickeln, aber auch den Einsiedel mit einzubinden. Da sind wir mit der Hofkammer im Gespräch. Dann kann ich auch vom Einsiedel aus noch einmal rückblicken: Auf die gesamte BUGA-Fläche und auf den Lichtenstein. Man kann sozusagen als Besucher schauen: Wo habe ich morgens begonnen und wo bin ich am späten Nachmittag dann angekommen" berichtet Dvorak weiter.
Möglich werden soll das alles durch die Regionalstadtbahn, mit der die Besucher das gesamte Gelände an einem Tag bewältigen können. Das ist auch eine der Pflichten, die die Gemeinden erfüllen müssen. Die Ausstellungsflächen müssen verknüpft und gut erreichbar sein. Doch damit nicht genug.
"Dazu gehört einmal, dass wir ein Ausstellungsgelände anbieten, das mindestens 40 Hektar hat. Das haben wir mit dem Markwasen. Diese Fläche muss im Eigentum der Gemeinde sein. Das ist auch so, sie gehört uns. [...] Dann müssen wir auch nachweisen – gegenüber der Bundesgartenschaugesellschaf – da wir interkommunal arbeiten: Wie bindet ihr euch denn zusammen?" so Dvorak.
Dafür soll ein Zweckverband gegründet werden. Auch die prognostizierten Besucherzahlen – rund 1,75 Millionen – überschreiten die geforderte Marke. Die Pflichten sind somit alle erfüllt. Eigene Ideen und Anregungen können Besucherinnen und Besucher bis zum Ausstellungsende am 13. Mai im „Meinungsbuch" festhalten.
Die Einträge fließen in den weiteren Planungsprozess bis zur Gemeinderatsentscheidung über die Bewerbung mit ein. Stimmt dieser im Juli zu, muss nur noch die BUGA-Gesellschaft in Bonn grünes Licht geben. Aber auch da ist Stefan Dvorak zuversichtlich.










