Tübingen:
Die neue Produktionslinie bei TRIQBRIQ ist offiziell eröffnet
Das Tübinger Holzbauunternehmen TRIQBRIQ baut ganze Häuser aus genormten Holzklötzen, die es selbst produziert. Jetzt soll eine neue Produktionslinie nicht nur die Fabrikation verbessern, sondern die Firma auch auf den internationalen Markt vorbereiten. Die offizielle Eröffnung machte klar, wie viel das Start-up bereits erreicht hat und wie viel es noch vorhat.
Nur wenige Gäste stehen im Schatten vor der TRIQBRIQ-Zentrale in Tübingen. Die meisten haben sich schon vor dem Start zu kalten Getränken in die klimatisierten Innenräume zurückgezogen. Doch auch hier kommen viele bei der aktuellen Hitze ins Schwitzen.
Für Oberbürgermeister Boris Palmer ist sie aber auch ein Beweis, wie wichtig Unternehmen wie TRIQBRIQ sind: "Wir erleben gerade wieder so einen Hitzesommer. Das wird dazu führen, dass sehr viele Wälder unter Hitzestress geraten und viele Bäume sterben. Plötzlich hat man viel Holz, mit dem man nichts mehr anfangen. Und TRIQBRIQ macht aus diesem Problem eine Lösung. Da können auch schadhafte Holzquellen genutzt werden, um Baumaterial herzustellen, mit dem man ganze Supermärkte bauen kann."
Das Holz, das TRIQBRIQ verwendet, braucht keine hohe Qualität. Mit Buchenholzdübeln fixiert lässt sich alles mögliche aus den Holzblöcken bauen. Dabei sind sie stabil genug für ganze Häuser. Auch die Wände und Bänke des Eröffnungsevents bestehen aus eben diesen BRIQs, danach werden sie verlustlos auseinandergenommen. Traditioneller Holzbau auf die moderne Art. Eine Nische, die gut zu den Plänen des Bauministeriums passt.
Das bestätigt auch Bauministerin Therea Schopper (B90/Grüne): "Der Holzbau ist bei uns schon auf der Offensive. Wir wollen auch nochmal ausbauen. Und es ist schon auch wichtig, dass wir gerade im Holzbau auch nochmal das, was hier ist, Unternehmen auszeichnen, die in den Bereich des seriellen Bauens gehen."
Die neue Anlage soll die Produktion noch weiter ankurbeln und auf den internationalen Markt vorbereiten. Bereits jetzt hat TRIQBRIQ internationale Verträge in zahlreichen Ländern an Land gezogen. Das neue System macht die Arbeit vor Ort einfacher und effizienter.
"Die Anlage ist jetzt erstmalig als Serienanlage ausgelegt", erklärt TRIQBRIQ-Gründer Maximilian Wörner. "Das ist schon mal das Allerwichtigste. Das heißt, die Anlage funktioniert im Dauerbetrieb unter industriellem Einsatz. Sie ist modular aufgebaut, das heißt, wir können sie transportieren – in Seecontainern zum Beispiel – weltweit."
Doch diese Expansion wird alles andere als billig. Kein Wunder, dass viele der Gäste des Abends Investoren sind.
Für Wörner ist das ganz natürlich. "Wir haben eine Aktiengesellschaft bereits seit der ersten Minute. Und wir möchten mit Investoren zusammenarbeiten, um Power, Geschwindigkeit auf die Straße zu bringen. Und haben jetzt ganz neu auch einen Launch heute, eine Vorzeichnungsoption von eigenen Wertpapieren."
Zum einen bietet TRIQBRIQ eine Anleihe für ein festverzinsliches Wertpapier an, zum anderen eine tokenisierte E-Aktie. So will das Unternehmen besonders ein Zielpublikum von Kleinstinvestoren ansprechen. Denn auch wenn TRIQBRIQ in den letzten 5 Jahren bereits massiv gewachsen ist, könnte es für Max Wörner noch deutlich schneller gehen.










