Reutlingen:
"Wirtschaft, Wirtschaft, Wirtschaft!" - Manuel Hagel beim CDU-Neujahrsempfang
Bis zur Landtagswahl sind es nur noch knapp zwei Wochen. Nach Umfragen führt derzeit die CDU mit Abstand vor den Grünen. Das heißt, die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass Manuel Hagel der nächste Ministerpräsident wird. Aber was will er und wofür steht er? Das konnten die Besucher des Neujahrsempfangs der CDU Reutlingen am Sonntag-Nachmittag erfahren. Denn dort hielt Manuel Hagel eine einstündige Wahlkampfrede.
Bis zur Landtagswahl sind es nur noch knapp zwei Wochen. Nach Umfragen führt derzeit die CDU mit Abstand vor den Grünen. Das heißt, die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass Manuel Hagel der nächste Ministerpräsident wird. Aber was will er und wofür steht er? Das konnten die Besucher des Neujahrsempfangs der CDU Reutlingen am Sonntag-Nachmittag erfahren. Denn dort hielt Manuel Hagel eine einstündige Wahlkampfrede.
Seine Rede dauerte ungefähr eine Stunde und drehte sich um ein Hauptthema: den Erhalt des Wohlstands. Denn man habe viel über die Verteilung des Wohlstands geredet. "Wir sind im Moment dabei zu lernen, dass wenn man Wohlstand nur verteilt, er im Zweifelsfall mal weg ist, dieser Wohlstand. Und deshalb darf es für eine neue Landesregierung ab dem 8. März hoffentlich unter CDU-Führung nur noch um eine Frage gehen: nicht mehr, wie man Wohlstand immer nur verteilt, sondern endlich wie man auch Wohlstand wieder erwirtschaftet in unserem Land, meine sehr geehrten Damen und Herren. Das muss die Maßgabe sein", so Hagel.
Und wie erwirtschaftet man wieder Wohlstand? Das fängt laut Manuel Hagel mit den richtigen Debatten an. Man solle sich fragen, ob es sein müsse, über das Stadtbild zu diskutieren oder über kulturelle Aneignung. "Ob es sein muss, dass wir bei uns alle vier Wochen mit ziemlicher Gewissheit wieder über die Frage des Genderns reden, ob es jetzt sein muss, ob es nicht sein muss, soll doch jeder machen, wie er will, meine sehr geehrten Damen und Herren, diese Fragen werden nicht entscheiden, ob wir in Zukunft im Wohlstand leben oder nicht, und darum sollten wir einfach diese ganze Diskussion übers Gendern und den ganzen anderen Kruscht sein lassen in der zweiten Hälfte dieses Jahrzehnts, meine sehr geehrten Damen und Herren", sagte Hagel.
Wirtschaft, Wirtschaft, Wirtschaft. Das muss laut Manuel Hagel im Mittelpunkt stehen. Und er wettert als erstes gegen den Länderfinanzausgleich. "Weil ich nicht mehr bereit bin, in Baden-Württemberg den Leuten zu erklären, warum wir hier bei uns Kita-Gebühren zahlen und in Berlin gibt es die Babymassage umsonst. Und das ist der Unterschied, wir müssen jetzt den deutschen Süden wieder stärker machen, weil bei uns auch die Produktivität entsteht, die andere dann auch vervespern", so Hagel.
Das letzte Kindergartenjahr soll laut Hagel verbindlich und kostenlos sein. Damit die Kinder, wenn sie in die Grundschule kommen, wichtige Grundkenntnisse haben. "Ich war unlängst in der Grundschule, da hat mir die Schulleiterin erzählt, sie hat immer mehr Kinder bei sich in Klasse 1, die haben zum ersten Mal in ihrem Leben ein Buch in der Hand. Ich habe sie dann gefragt: Ja, was machen denn die Kinder mit ihrem Buch? Die swipen. Die versuchen zu blättern wie in einem iPad", so Hagel.
Manuel Hagel sprach sich außerdem für die verbindliche Grundschulempfehlung, gegen eine Erhöhung der Erbschaftssteuer und für ein Verfallsdatum für Normen aus.











