Gomadingen:
Ministerin Marion Gentges besucht LEADER-Region Mittlere Alb
Die ländlichen Regionen des Landes stärken und entwickeln. Das ist das Ziel des LEADER-Förderprogramms vom Ministerium für Ländlichen Raum, Landwirtschaft und Heimat. Der Clou: Die Menschen vor Ort schlagen vor, wohin das Geld fließt. Auch Betriebe aus der Region Neckar-Alb haben schon von dem Fördertopf profitiert. Doch was haben die Betriebe seitdem aus der Förderung gemacht? Das hat sich Ministerin Marion Gentges am Dienstag persönlich angeschaut.
Dass sich die Tür bei der Metzgerei Rapp in Gomadingen neuerdings nur noch mit der EC-Karte öffnen lässt, war für einige Stammkunden sicher eine Umgewöhnung.
Ein reiner Selbstbedienungsladen ist die Filiale hier inzwischen. Heißt: Vom Zugang zum Laden bis zur Bezahlung läuft alles mit der Karte, Mitarbeiter sind keine vor Ort. Die Waren liegen in den Kühlschränken bereit und: Die Metzgerei hat seitdem auch sonntags geöffnet.
Möglich gemacht hat das eine Förderung aus dem LEADER-Förderprogramm. Es war wohl die Rettung der Gomadinger Filiale, die mit dem Umbau auf den Personalmangel reagieren konnte.
Nur einen Steinwurf liegen die Metzgerei Rapp und die Bäckerei Glocker auseinander. Schräg gegenüber hat man schon ein paar Jahre früher Gelder aus dem Förderprogramm gehalten.
Genutzt hat Inhaber Simon Glocker diese vor allem, um die Innenräume auszubauen und nachzurüsten. Das mache sich auch bei der Zahl der Gäste bemerkbar. Gerade an Samstagen sei die Bäckerei sehr gut besucht.
"Wir sind natürlich als Unternehmen sehr gewachsen. Strukturell natürlich – aufbauend auf dem, was hier erschaffen wurde. LEADER hat uns in der Form unterstützt – gerade was die Inneneinrichtung betrifft. Aber auch ELR hat uns unterstützt in der Finanzierung – was natürlich auch ein Riesenbatzen war – der uns das Ganze auch erleichtert hatte" erzählt Glocker.
Ministerin Marion Gentges – die sich zuerst durch die Metzgerei-Filiale und dann durch die Bäckerei hatte führen lassen – lobte beide Betriebe und zeigte sich im Anschluss an den Rundgang überzeugt. Die Mittel seine gut angelegt.
"Der Eindruck ist ein sehr sehr positiver. Man sieht, wofür wir Zuschüsse geben. Man sieht, was unsere Förderprogramme – heute vor allem LEADER aber auch das ELR – vor Ort bewirken. Das ist hier ein ganz besonders tolles Beispiel, wie Nahversorgung, wie eine hochwertige, regionale Versorgung mit Lebensmitteln und eine Belebung einer Ortsmitte funktioniert" so Gentges.
Vor allem wie die Menschen vor Ort die Förderziele vorschlagen und mit dem Geld Ideen umsetzen sei toll zu sehen, so Gentges. Sie selbst will den Einblick vor Ort nutzen, um das Programm in Zukunft noch besser den Bedürfnissen anzupassen.
"Das Eine ist immer zu sehen, welche Ideen realisiert werden. Welche Leidenschaft dahinter steckt, solche Dinge voranzutreiben. Auch, welches handwerkliche Können, welche Meisterschaft. Und dann ist für mich natürlich auch immer wichtig zu sehen: Wie kompliziert sind solche Verfahren? Oder: Wie leicht wird es einem gemacht, um diese Programme noch besser auf Bedürfnisse anpassen zu können" so die Ministerin weiter.
Und mit diesem Vorsatz im Gepäck ging es für die Delegation um Gentges nach der Führung noch an den Tisch zum gemeinsamen Mittagssnack.










